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Djanette,
Zahia Dahel, Spurensuche Überall in der Stadt zeugen
Brunnenschmuck und Außenfassaden von ihren Ambitionen: das moderne Städtebild
mit den Schätzen traditioneller Keramikkunst in Einklang zu bringen.
Ein
feiner, erlesener, zarter Duft auf der Leinwand, präsentiert ausschließlich im
weiblichen Gewand. Dem Blick des Betrachters eine anmutige Gabe. Zwei Themen beherrschen ihre Schöpfungen: die
Musik und der weibliche Körper. Gemälde wie Jazz, Blues, Tango, Mit
Tschaikowsky… sind jedes für sich eine Partitur, alle zusammen eine Symphonie,
die durch ihre leuchtenden Töne und ihr musikalisches Flair zu einer
farbenfrohen, musikalischen Reise in ein Universum mit üppigen Landschaften
entführt. Die
Züge der weiblichen Gestalt sind anonym, geheimnisvoll. Sie scheint
zurückgezogen, gedankenverloren, verträumt, sich ihrer inneren Stimme
hingebend. (nach Y. Idjer, Liberté)
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Weberei
Die algerische Teppichweberei und -knüpferei bewahrt seit Jahrhunderten
ihre authentischen Materialien, Farben und Formen. In Muster und Färbungen
lassen sich afrikanische, arabisch-islamische, berberische und orientalische
Einflüsse ablesen. |
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Teppichmotive aus dem Osten Algeriens |
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Aus der Werkstatt von Ali Benzekri, Gardaia |
Messingkunst
Die seit dem Mittelalter in Algerien
beheimateten Messingschläger verwenden Kupfer- und Messingplatten zur
Herstellung verschiedener Gebrauchs- oder Schmuckgegenstände. Die Osmanen,
die im 17. Jahrhundert das Gebiet des heutigen Algeriens beherrschten,
verhalfen der Messingschlägerkunst zur Blüte. |
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Kleider und Trachten
Kleider, ihre Textur und Stoffe, Farben, Schnitte und Muster
verraten viel über die Sitten und Gebräuche eines Volkes. Noch heute ist die traditionelle Kleidung Spiegel der
verschiedenen Invasionen in Nordafrika: Römer, Numider, Phönizier, Türken… |
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Traditionelle Präsentation mit der Modemacherin Mabrouka aus
Annaba. |
Stickerei
Stoffe und ihre Stickereien erzählen vom
Alltag der Menschen. Handel,
Kolonisation und Religion hinterließen ihre Spuren. Aber erst seit der
türkischen Kolonisierung erfuhr die
Stickerei ihren wahren Aufschwung. So bestehen türkische, arabische und
persische Motive nebeneinander. |
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Kreation von Aziz Zerari |
Schmuckwaren
Die Geschichte des algerischen Schmucks lässt
sich bis in die Vorgeschichte hinein verfolgen. Das islamische Erbe soll für
die Geschichte des Schmucks von entscheidender Bedeutung sein, da es die
Ausdrucksformen der römisch-byzantischen Zivilisationen zugunsten einer künstlerischen
Ausdrucksform aufhebt, die die Darstellung des Menschen durch eine von
orientalischen Werten getragene Denkweise ersetzt, d.h. die abstrakte
Abbildung einer angewandten Kunst (geometrische Formen, verschiedene
Symmetrien usw.) |
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Töpferkunst
Ton gehört ebenso wie Erde und Wasser zu den Quellen des Lebens.
Alltags- und Gebrauchsgegenstände vereinen Funktionalität und
Einfachheit, Zusammenhalt und Undurchlässigkeit, Ästhetik und menschliche
Werte. |
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Keramik
Diese der Töpferkunst verwandte,
erhabenere Ausdrucksform ist
hauptsächlich auf die nördlichen Regionen Algeriens beschränkt. Hier finden
sich phönizische, römische, andalusische und arabische Einflüsse wieder. |
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Lederwaren Seit
die Menschen auf die Jagd gehen, verstehen sie sich auf die Verarbeitung von
Leder: Behälter, Schafte, Schuhe, Kissen, Gürtel, Sattel… |
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Korbflechterei
Bast und Spartgras, aber
auch Weizen-, Gerste-, Roggen- und Haferhalme werden für die Herstellung von
Koffern, Körben und Tragetaschen, Hüten, Fächern, Teppichen genutzt. |
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Glasarbeiten
Die osmanische Kolonisation prägte die
Glaskunst vor allem in den Städten. Während sich die
Glasbläserei auf die Herstellung von Lampen oder Lampenschirmen in
schillernden Farben (grün, blau, rot und gelb), Teegläsern, Parfümfläschchen
oder Bonbonnieren beschränkt, haben Erzeugnisse aus getriebenem Glas dagegen
eine optische Nutzfunktion; ihren ästhetischen Wert beziehen sie aus der
Farbe (Fenster zur Verzierung von Gebäuden). |
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Tradition
„Karkabu“
Zum Mouloud-Fest, an dem die Muslime den
Geburtstag des Propheten begehen, schwärmen „die Nachkommen von Sidna B’lel“ in
die Städte und Dörfer des algerischen Nordens, um ihr - im wahrsten Sinne des
Wortes - fantastisches und fröhliches Schauspiel darzubieten.
„Baba Salam“, „Ouled Sidi B’lel“
oder „Gnawa“ werden sie genannt, die von sich behaupten, Nachkommen von
„Sidna Bilal“ zu sein, einem der ersten Anhänger des Islam und treuester
Begleiter und Muezzin des Propheten.
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Ihr Umzug lockt Jahr für Jahr Neugierige auf
Balkons, Straßen und Plätze. Scharen von Kindern schließen sich den halb in
Sahara-Tradition, halb modern gekleideten, mit einem Turban und weißen
Muschelketten geschmückten Männern an. Der älteste unter ihnen bewegt Kopf und Körper
im Rhythmus seiner klangvollen karkabu. Jeder hat eine besondere
Aufgabe in dieser Parade: einer schlägt kräftig die Trommel, ein anderer hält
die blaue Fahne, wieder ein anderer trägt ein aus Palmblättern gefertigtes
Tablett mit einer kupfernen, mit Weihrauch gefüllten Schale. Freigiebig
spenden die Zuschauer Geld, mit denen die Gruppe die Kosten für ihren Umzug
deckt. Zwei Mal im Jahr, im islamischen Monat
„Chaâbane“ und zum Mouloud, folgt die Gruppe den Einladungen der im Norden
des Landes gelegenen zaouia, um dem Vorabend der religiösen
Feste ihren kulturellen Höhepunkt zu verleihen. Die goumbri, die große
Trommel, das Tamburin, und die karkabu begleiten die näselnde Litanei,
die die Tugenden von Allah und seines Propheten Mohamed besingen. |
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Verschiedenes
Der deutsch-algerische Kulturverein YEDD e.V. hat
in seinem Programm Ausstellungen von Künstlern aus Algerien
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Juli 2007 „Licht Blicke“ Bislang zeigten kaum mehr als hie
und da einzelne Galerien Fotografien, Maler- oder Bildhauerarbeiten einiger
weniger, zumeist im Ausland etablierter algerischer Künstler. Ein tour
d’horizon der algerischen Kunstlandschaft hierzulande ist ein Novum und
stellte Algerien, das auch wirtschaftlich für Deutschland zunehmend an
Interesse gewinnt, in ein völlig anderes Licht. Gezeigt wurden verschiedene
Facetten der zeitgenössischen algerischen Kunst, einer Kunst, die sich an
sich selbst orientiert, Tradition und Gegenwart miteinander verwebt, aus dem
Reichtum der Geschichte und Geschichten schöpft, Farben, Formen, Symbole und
Symbolik verwendet, sie in die Modernität taucht und eine klare Botschaft
vermittelt. Diese Ausstellung solle Türen öffnen, Neugierde wecken und dazu
beitragen, Algerien in Deutschland als Partner bekannter und vertrauter zu
machen. Im wahrsten Sinne des Wortes vergegenständlichte sie – über alle
ökonomischen Interessen hinaus – die zutiefst menschliche Seite des
gegenseitigen Austausches. |
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Juni 2008 „grenzenlos“, eine Ausstellung über Religions-
und Ländergrenzen hinweg. Ort: Dannenwalde, Kirche am Weg Für
weitere Information: http://www.yedd.org |